Hab ich das laut gesagt?

Jeden Freitag melden sich Nicola Speer und Timo Stockhorst getreu dem Motto „Diskussion und Sprache sind die Grundlagen für ein demokratisches Miteinander“ mit einer neuen Folge Ihres Podcasts. Die Folgen besitzen meist eine Spieldauer von ca. 30 Minuten. Den Ausgangspunkt einer jeden Folge bildet für die beiden der Startpunkt jeglicher politischer Bildung, d.h. die Diskussion und das Nachdenken über (politische) Themen, mit denen man sich vorab noch nicht beschäftigt haben muss. Im wöchentlichen Wechsel bringen die beiden Kolleg*innen deshalb Ihrer*m Kolleg*in ein aktuelles Thema mit, das der*dem Anderen vorab nicht mitgeteilt wird. So eröffnen sich spontan im gegenseitigen Austausch verschiedene Perspektiven auf die unterschiedlichsten Themen, was ganz im Sinne der Erfinder*innen ist. Schließlich wollen sie verdeutlichen, dass die Auseinandersetzung mit anderen und Versprachlichung eigener Meinungen grundlegend für unser demokratisches Miteinander sind. Da das Setting spontan ist, der Podcast keiner starren Agenda Folge leistet oder im Nachhinein nicht geschnitten oder anderweitig verändert wird, ist der Name des Podcasts Programm. Am Ende steht jeweils eine Episode, bei der – bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit und Fachlichkeit – der Spaß und die Spontanität im Vordergrund stehen.

Hier im Webplayer und auf allen gängigen Podcast-Apps verfügbar:
Spotify
Deezer
Podplay
iTunes / Apple Music
Stitcher

Sorgearbeiten wie Kinderbetreuung und -erziehung sind eine wichtige Grundlage für alle anderen Wirtschaftsleistungen. Das hat Corona mehr als deutlich gemacht. Eltern, Mütter sind systemrelevant. Aber Mütter haben keine Lobby, um politisch auf ihre Belange aufmerksam zu machen. Die Krise offenbart wie unter einem Brennglas, was schon vorher in der Gesellschaft schieflief. Frauen übernehmen einen größeren Anteil der Sorgearbeit. Ihr Risiko arm zu sein, ist höher. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, muss die Politik Anreize schaffen – beispielsweise für mehr Elternmonate für Väter. Gleiche Löhne für vergleichbare Arbeit. Eine bessere Bezahlung der Bereiche, in denen vor allem Frauen arbeiten.

Ab jetzt herrscht hier eine neue Hackordnung!
Das arme Würstchen muss seinen Namen nicht mehr mit seinen Veggie-Geschwistern teilen. Oder doch nicht? Ist es nicht eigentlich Wurst, über was die da im EU-Parlament diese Woche diskutiert haben? Schließlich geht es um den Schutz der Verbraucher:innen. Oder was hat die Fleisch-Lobby damit zu tun? Viele Fragen, viele Antworten.
Dann erstmal n leckeres Stück Vlfeisch.
Guten!

Es gibt so viel Wichtiges und Verschiedenes über Demokratie zu berichten. Wir machen auf Grundlage euer Rückmeldungen mit solidem "demokratischem Halbwissen" heute weiter. Von Pierre Bourdieu über Colin Crouch, John Rawls und Michael Walzer rüber zum Ursprung des Liberalismus. Vorbei an der Moderne, dem Neoliberalismus, der Postdemokratie und letztendlich zurück zum Thema Lobby, Transparenz, Demokratie durch das Los und dann kam da noch die Wiedervereinigung.

Was ist eigentlich der Kern von Demokratie? Wahlen? Parteien? Transparenz? Müssen wir losen statt wählen? Bin ich eigentlich "demokratisch"?
Wie stehts mit dieser Definition?
"Demokratie macht Arbeit. Während Familienunternehmen und Armeen mit Befehlen geführt werrden können, erfordert die Demokratie Verhandlungen, Kompromisse und Konzessionen. Rückschläge sind unvermeidlich, Siege stets bruchstückhaft. Gesetzesinitiativen des Präsidenten können vom Kongress oder von Gerichten blockiert werden. Jeder Politiker ist von solchen Einschränkungen frustriert, doch wenn er Demokrat ist, weiß er, dass er sie akzeptieren muss. Und er vermag das ständige Sperrfeuer der Kritik auszuhalten. Aber für Außenseiter, insbesondere solche mit demagogischer Neigung, sind die Frustration der demokratischen Politik häufig unannehmbar. Sie empfinden das System aus Kontrolle und Gewaltenteilung als Zwangsjacke" Steven Levitsky u. Daniel Ziblatt 2019, Wie Demokratien sterben.

"Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Diese Aussage von SED-Mitglied Günter Schabowski in der historischen Pressekonferenz vom 9. November 1989 war der Auslöser für den Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs
„Es wächst zusammen, was zusammen gehört“ – Willy Brandt - „Gehört zusammen, was gewachsen ist?“ – Annette Simon. Wir unterhalten uns in dieser Folge, ihr ahnt es bereits, über die Deutsche Wiedervereinigung. Diese beiden Zitate stellen dabei zwei unterschiedliche Perspektiven dar, die zum nachdenken über die Deutsche Einheit anregen sollen.

Ursula von der Leyen, EU-Kommissionpräsidentin, hat in ihrer ersten Rede zur Lage der Union (#SOTEU) einen Rumdumschlag gemacht. Jedes Wort war genaustens überlegt, gestochen scharfe Formulierungen und doch blieb an den entscheidenen Stellen die Schärfe aus und wurden zu vage Aussagen gemacht; so zumindest die Einschätzung von Timo. Was denkt Nicola darüber?
Und dann ist da noch Moria..

Die Zeit rennt. Haben wir nicht alle das Gefühl? Wir sprechen vo gleichwertigen Lebensverhältnissen und landen beim Thema Bildung und Arbeitsmarkt. Was passiert gerade mit den jungen Menschen? Corona, keine Schule, keinen Abschluss? Keine Perspektive? Wie gehts es der Jungend hier und in Europa? Hören wir genügend hin? Sind wir vorbereitet?

Millennial Job Interview: I work best in the morning at 10:45.
Unsere Arbeitswelt ist in einem ständigen Wandel. Von Work-Life-Balance zu Work-Life-Blending über Work-Life-Separating ist alles dabei. Christian Scholz sagt in seinem Buch "Generation Z", dass die Werte und Einstellungen zur Arbeit eine Frage der Generation ist. Stimmt das? Bin ich ein Boomer oder doch eher Z? vielleicht auch Y?

Bodybuilder, Bundeskanzler oder doch lieber Türsteher? Vielleicht auch Grundschullehrerin? Oder einfach Studienleiter:in?
Definieren wir uns über unsere Arbeit oder definiert unsere Arbeit uns?

6 Monate Corona. Die Urlaubszeit ist vorbei, der Sommer hat sich rasant verabschiedet und irgendwie fühlen wir uns einfach nur müde. Viel wird im öffentlichen Diskurs über Wut, Ignoranz und Egoismus diskutiert. Aber was ist mit den weniger lauten Gefühlen? Was ist mit der Müdigkeit, der Ängstlichkeit oder der Traurigkeit? Diese Folge ist gefühlsecht!

Im Allgemeinen lässt sich Rassismus als eine Diskriminierungsform beschreiben und gilt als Ausdruck gesellschaftlich manifestierter Machtverhältnisse, die auf kolonialen Herrschaftsverhältnissen beruhen. Menschen mit Rassismuserfahrungen wird der Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen u.a. aufgrund von Stereotypisierung und Ausgrenzung erschwert. Das hat mitunter Auswirkungen auf die Wahrnehmung von Chancen, auf Zukunftsperspektiven und auf das individuelle Zugehörigkeitsempfinden sowie die Identitätsentwicklung. Aber: Was geht mich das alles an?

Margarete Stokowski: "Wer Personen für rassistische oder antisemitische Äußerungen zu kritisieren wagt, wird als Teil eines militanten Mobs gebrandmarkt: Der Streit über Lisa Eckhart zeigt die Mechanismen der Cancel-Culture-Verunglimpfungen".

Antifeminismus ist keine Seltenheit in Deutschland. Nach innen gibt es kaum Unterschiede zwischen den extremen "Frauenhassern" und den "Männerrechtler". Letztere schaffen es jedoch zunehmend in weite Teile der Gesellschaft vorzudringen.
Damit wären wir wieder beim Thema von letzter Woche: Probleme ernst nehmen? Gegenrede? Ignorieren?

Quatsch, Spaß, Humbug, Nonsens, Alberei, #oldiesbutgoldies... erste Assoziationen zum Titel unserer neuen Folge.
Es ist wieder da! Das Jugendwort 2020! Dieses Mal nicht von irgendwem ausgewählt, sondern tatsächlich von ihnen, den Jugendlichen. Kein Wunder, dass da etwas komisches raus kommt, oder? Die Worte der Jugend: neue, alte Ausdrücke, überraschende beleidigende... ab wann ist es denn beleidigend?! Wen beleidigt es wann und warum... dieses Mal waren Timo und ich ganz schön sprachreflektierend und -kritisierend unterwegs. Nächstes Mal ein Köftespieß, ohne reden, mit frischem Ayran aus der All-You-Can-Drink-Maschine. #wyld

Kennt ihr das: Ihr seid gerade dabei eine Sprachnachricht zu verfassen und nach 2 Minuten merkt ihr, dass ihr gar nicht aufgenommen habt und jetzt müsst ihr von vorne anfangen? Fühlt sich ein wenig so an, als würde man die andere Person betrügen, oder? Besonders, wenn die Sprachnachricht mit einem Lachen begonnen hat und man auch das noch mal faken muss. Zum Glück sind Nicola und ich Digital Natives und kennen uns gut aus...! Sorry auch für das kleine Tonproblem. Bald haben wirs!
Spaß bei Seite. In dieser Folge beschäftigen wir uns hauptsächlich um den Konflikt von Generationen zum Thema Social Media. Dabei kann festgehalten werden, dass die Inhalte auf sozialen Medien hauptsächlich ein Spiegel der Gesellschaft darstellen. Letztendlich sind wir es - als Individuen, als Gesellschaft - die "Social Media" ausmachen.
Weil viele gefragt haben: Schreibt uns doch einfach auf Instagram eure Meinungen zu gewissen Themen: @timo_stho und @ nicola_speer

Social Media sind ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Sind sie eine Bedrohung für die demokratische Substanz unserer Gesellschaft? Oder fördern sie das kreative Potenzial unserer Gesellschaft und setzen somit neue Impulse für die Demokratie?

Die #Frauenquote soll die Gleichstellung von Frauen und Männern in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sicherstellen. Sie ist Gegenstand von hitzigen Diskussionen. Argumente dafür oder dagegen lassen sich aus fast allen Disziplinen ableiten. Nicola und Timo sind sich einig: veraltete Strukturen müssen aufgebrochen werden. Aber, braucht es dafür eine #Quote?

Es ist Freitag. Die Woche war anstrengend. Die Politik spielt verrückt. Die Gesellschaft spielt verrückt - und dann ist auch noch Corona. Ein Gespräch hilft beim Runterkommen - zuhören erst recht. Dann ist endlich Wochenende!
Probleme lassen sich nur lösen, wenn man über sie spricht, sagt Heinrich von Kleist. Genau das tun Nicola und Timo. Live und Spontan denken laut über die unterschiedlichsten Themen nach.