Druck, 102 x 82 cm
Weltfriedenskongress, Weltfriedenspreis und die Friedenstaube von Picasso – sie gehören zusammen: Für den Weltfriedenskongress 1949 entwickelte der Spanier Pablo Picasso das Bild einer Taube, für das er 1955 den Weltfriedenspreis erhielt. Seitdem steht dieses Bild weltweit für die Friedensbewegung und für den Frieden allgemein und darf natürlich in der Europäischen Akademie Otzenhausen nicht fehlen. Dabei galt die Taube schon in vorbiblischer Zeit als Friedenssymbol. 1949 griff Picasso dieses Motiv nicht nur für den Entwurf zum Weltfriedenskongress wieder auf, sondern verwendete es auch noch für weitere Werke – wie das vorliegende.

Pablo Picasso (*1881 in Málaga, Spanien, †1973 in Mougins, Frankreich) steht auf der Liste der großen Künstler des letzten Jahrhunderts ganz oben und gilt manchem als Genie. Als Mitbegründer des Kubismus beeinflusste er eine ganze Künstlergeneration. Picasso war Maler, Grafiker, Bildhauer, Keramiker und Dichter, dessen Gesamtwerk auf 50.000 Stücke geschätzt wird. Bevor er sich dem Kubismus zuwandte, durchlief er eine eher gegenständliche Schaffensphase („Blaue Periode“, „Rosa Periode“). Ab 1925 beteiligte er sich zudem an Ausstellungen der Surrealisten. Diese Kunstform eröffnete ihm die Möglichkeit, Gedanken und Erfahrungen zu verschlüsseln und mythisch zu überhöhen und steigerte nochmals die Ausdruckskraft seiner Werke. Das berühmte Anti-Kriegswerk „Guernica“ von 1937 (s. auch Flavio Scholles‘ „Suche nach den Wurzeln“ an der Akademie) gilt als die Krönung dieser Phase. Auch wenn er nicht primär ein „politischer“ Maler war, zeugen seine Darstellungen der Friedenstaube von einer klaren Stellungnahme für den Frieden.